Warum es einen spirituellen Pfad braucht

Die Frucht der Praxis

Der spirituelle Pfad

Warum es einen spirituellen Pfad braucht

Viele, v.a. mystische, Schulen gehen davon aus, dass unsere Beziehung zur letzten Wahrheit bzw. zum Absolutum immer schon da ist und es nur an unseren eigenen Einschränkungen liegt, dass wir dies nicht wahrnehmen können.

Als Haupthindernis wird die Fixierung auf die eigene Person sowie eine von uns abgekoppelte Aussenwelt (äussere Objekte) gesehen (Trennung Subjekt - Objekt), durch die wir uns ständig ablenken und verblenden lassen, und die uns zu untugendhaften Handlungen verführt. Dies trübt unser Bewusstsein und erschwert bzw. verunmöglicht die bewusste Verbindung zum Absolutum.

Hauptzweck eines spirituellen Pfads ist deshalb die Transformation des Menschen von der Selbstbezogenheit hin auf das Absolutum und die Integration der Gotteserfahrung in das tägliche Leben. Dazu ist es notwendig, Körper und Geist zu disziplinieren und dem Absolutum gegenüber zu öffnen. Zu diesem Zweck haben die verschiedenen Religionen und spirituellen Schulen entsprechende Methoden entwickelt.

Die Frucht der Praxis

Die Ausrichtung des Lebens auf eine Religion bzw. ein spirituelles System und die damit verbundene spirituelle Praxis führen in aller Regel zu einem sinnbehafteten, zufriedeneren und entspannteren Leben – ganz unabhängig davon, ob man nun an Gott glaubt oder nicht.

Bei entsprechender Übung und Gnade kann es zur mystischen Erfahrung des Absolutum kommen. Eine Garantie auf diese Erfahrung besteht jedoch in keiner spirituellen Tradition.

Version vom 04. August 2020

espirit.ch